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Von der Harley zur Vespa

Ein Motorradfahrer fährt jetzt (auch) Roller

Meine Frau hat einen Motorradführerschein. Sie fährt aber kein Motorrad. Deshalb haben wir einen Roller gekauft. Einen Vespa-Roller, einen 300 Kubik-Roller, ein Sondermodell:"Sei Giorni". Der Roller ist einfach nur schön. Er fährt sich auch ziemlich gut.

 

Er ist unheimlich praktisch. Er verfügt über ein großes Staufach unterm Sitz und über ein Handschuhfach im Frontbereich. Das Topcase in Fahrzeugfarbe zur Unterbringung eines vollwertigen Helmes habe ich ziemlich schnell abmontiert. Das sieht für mich einfach stimmiger aus.

 

Meine Frau ist auf dem Roller 20 Km gefahren, ich inzwischen 2950. Ja, ich gebe es zu, ich habe ihn mir unter den Nagel gerissen. Währed meine Harley in der Garage rumsteht, bin ich in Deutschland mit dem Roller unterwegs.

 

Das wäre vor Jahren nicht möglich gewesen. Nach wie vor habe ich Rollern gegenüber eine gewisse Abneigung. Ein echter Biker fährt keinen Roller. Aber dieses Ding hat mich einfach vom Gegenteil überzeugt. Das leichte Handling, die Lockerheit und das vom Vespa-Kult beflügelte Lebensgefühl ist (für mich) schon sehr großartig.

 

Hinzu kommt noch das entschleunigte Fahren, mit 300 Kubik, 20 PS und 156 Kg Gewicht bist Du an der Ampel schnell und in der Stadt unschlagbar aber auf den Landstraßen geht bei ca. 120 Kmh die Puste aus.

Da überlegt man lieber zweimal ob man den PKW überholt oder nicht.

 

Aber genau dieser Druck, immer zu überholen, dem Biker im Rückspiegel zu zeigen wie schnell man ist usw. - das fällt fast komplett weg. Am Ende des Tages führt das zu Fahrerlebnissen ganz anderer Art, stressfrei und die Umgebung wirklich aktiv wahrnehmend. Denn das Kuppeln und Schalten entfällt aufgrund der Variomatik ja auch noch.

 

Probiert es doch einfach mal aus, ich kann es nur empfehlen.

 

Gruß

 

Akki

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